Diesmal wurden harte Geschütze aufgefahren. Die, die so richtig Schmutz machen. Ein ganzes Kinderzimmer abmontiert, in einem anderen wieder aufgebaut, ne Wand durchbrochen und am Ende - meine Lieblingsaufgabe - alles so richtig hübsch gemacht. Der perfekte Partner an meiner Seite war da zum einen natürlich mein kreativer und handwerklich geschickter Mann, und zum anderen Made In Design. Der Online-Shop kam nämlich genau zur richtigen Zeit mit der Idee auf mich zu, eine Kooperation zusammen zu starten. 

Und tadaaaaa, so sieht es also nun aus, das gemeinsame Zimmer von Olivia und Tim. Olivia bekam eine Hochetage, in der sie sich zurück ziehen kann, wenn ihr der kleine Bruder mal wieder, ich zitiere "zu nerverig" wird. Für alle bekennenden Instagram-Anhänger die nun mit der Orientierung in unserem Haus völlig durcheinander kamen: das Etagen-Zimmer von Olivia ist unser ehemaliger Schrankraum. Der Zugang vom Schlafzimmer in das Zimmer wurde auf kreative Art und Weise zu gemacht. Dazu aber ein anderes mal mehr. 

Wichtig für mich war auch, dass beide Kinder einen eigenen kleinen Arbeitsplatz haben. Jeder für sich, aber doch zusammen. Genauso wollte ich das. 




Hier meine Tipps für ein (gemeinsames) Kinderzimmer plus alle Produkte unseres Reichs zusammen gefasst:

Eigene Bereiche. 
Wer nicht die schweren Geschütze auffahren möchte, könnte sich zum Beispiel mit einem Vorhang rund um's Bett Abhilfe schaffen. Zwei Arbeitsplätze sind von Vorteil, sind aus Platzgründen aber nicht immer machbar. Dann zumindest einen großen Tisch mit genug Fläche für jeden. Auch wichtig: ne kleine Box für jedes Kind, für das Kreativ-Zubehör, die Basteleien und was eben sonst noch so entsteht. 

Streit vermeiden.
Olivia hört gerne Musik und tanzt, verschwindet in ihrer Traumwelt. Ganz klar, dass Tim genau dann wie wild am Tisch hämmert und versucht sie zu übertönen. Mit Kopfhörer und meinem iPod haben wir die Thematik erledigt. Olivia macht jetzt einen auf Silent Disco. Sieht köstlich aus! In Fachgeschäften gibt es Kopfhörer für Kinder, bei uns wird einfach meiner benützt. Wichtig: die maximale Lautstärke beim iPod einstellen. 

Stauraum. Stauraum. Stauraum.
Jap, das ist wichtig. Und: immer wieder ausmisten. Wir haben kürzlich von einem riesengroßen Korb voller Plüschtiere auf einen kleinen Korb reduziert. Die Erklärung, dass sich andere Kinder darüber freuen, weil sie kein Geld haben, sich Kuscheltiere zu kaufen, hat gewirkt. Ohne jeden Aufstand. 

Mix it.
Ich liebe die Mischung alter und neuer Möbel. Ist nichts Neues - denn nur so bringt man in ein 0815-Zimmer vom Möbel-Riesen den eigenen Charakter rein. Also immer schön die Augen offen halten bei Flohmärkten, Kleinanzeiger und Sperrmüllhäufchen. 

Einmal Wow-Effekt bitte.
Ein Hingucker im Zimmer muss sein. Bei uns ist es eindeutig die Tapetenwand mit der Fuchs-Leuchte. Wer meint, tapezieren ist kompliziert,  dem sag ich: schlechte Ausrede! Ich hab die Tapete dieses mal ganz alleine an die Wand gebracht. Mit zwei Kleinkindern im Haus. Und zwar mit dieser Anleitung. Ging ratzfatz. Wer nicht tapezieren möchte kann sich am Farbkübel probieren. Diese Wimpelgirlande vor einer weißen Wand macht aber auch schon einiges her. 

Rückzugs-Höhle. 
Polster und Decken - die meist bespielten Gegenstände in unserem Kinderzimmer. Daraus werden Landschaften, Höhlen und Schiffe gebaut. 


Noch Fragen? Immer nur her damit!